ein Blick auf die "Wurzeln" des Hauses, belegt mit vielen amüsanten Details und Erinnerungen an längst vergangene Zeiten:
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1784
Das Gebäude des heutigen Hotel Post Karlon wurde im späten 14. Jahrhundert erbaut und kam als Kirchenfleischhauer-Haus 1784 in den Besitz der Familie. Es war damals üblich, den Wirtsbetrieb mit einer Fleischerei zu verbinden. Diese Gepflogenheit wurde von den Karlons bis 1984 aufrecht erhalten.
Viel hat sich getan, im Hause Karlon, denn seit neun Generationen lenken Menschen das Geschick des Hauses, die nicht nur Gastwirte, sondern auch Fleischer und Landwirte sein mussten.
betrieb der Großvater einen Fleisch-Zustelldienst. Drei Fleischerburschen brachten die frische Ware per Einspänner zu den Kunden nach Hause. Ein feines Gitternetz vor den Türen der Holzkisten, in denen das Fleisch aufbewahrt wurde, verhinderte den Insektenkontakt, da eine funktionierende Kühlkette damals noch kein Anspruch war.
traf man sich im Hotel Post Karlon zum "5-Uhr-Tee". Die Kapelle trällerte die aktuellen Hits wie: "Mein kleiner grüner Kaktus", "Veronika, der Lenz ist da" und "Liebling, mein Herz lässt Dich grüßen".
Die Jugend von damals tanzte Charleston und Foxtrott und man sehnte sich nach dem englischen und amerikanischen Lifestyle. Der heiße Draht zum Rest der Welt hatte damals die Bezeichnung "Interurban - Telefon 3" und wurde hauptsächlich von den Gästen aus Wien zur Zimmerreservierung genutzt.